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5 Tipps, um Dich vor „Energievampiren“ zu schützen

Psychotherapeutin und Selbstmitgefühlsexpertin, Dr. Christine Brähler, gibt dir 5 praktische Tipps, wie du dich vor Burnout schützen kannst, in dem du deine Lebensenergie im Umgang mit anderen besser hütest und dich nicht für andere verausgabst.

Manche Menschen geben uns Energie und andere wiederum kosten uns Energie. Genauso geht es den anderen mit uns. Dieser Fakt des menschlichen Miteinanders fordert jeden von uns auf, Verantwortung für die eigene Lebensenergie zu übernehmen. Egal, ob eine Person dich willentlich oder unwillentlich „aussaugt“, es liegt allein an dir, dich davor zu schützen. Wie kannst du dich also vor den Personen schützen, die vampirisch an deiner Lebensenergie saugen? Hier gebe ich dir 5 nachhaltige Tipps.

#1 Bewohne deinen Körper

Je mehr du deinen Körper mit deinem Gewahrsein bewohnst, desto leichter spürst du, wie viel Energie du hast und ob es ein „Leck“ im Körper gibt. Fließt gerade an irgendeiner Stelle Energie heraus, wie wenn ein Wassertank ein Leck hätte? Das Leck selbst kann dir wichtige Erkenntnisse darüber geben, was es verursacht hat, wie du es beheben kannst und in Zukunft verhindern kannst, z. B. indem du eine bestimmte Grenze setzt.

Wenn du deinen Körper mehr bewohnst, kannst du auch deine Emotionen klarer und schneller spüren. Emotionen wie Wut, Ekel, Scham oder allgemeines Unbehagen wollen uns mitteilen, dass etwas uns nicht gut tut – wie ein Frühwarnsystem. Denke daran, dass unsere Grenzen subjektiv sind und nur von uns selbst definiert werden können. Ich weiß, was sich für mich richtig anfühlt und was nicht, und du weißt, was es für dich ist. Dein Körper sagt es dir ganz klar, wenn du ihm lauschst, indem du ihn spürst.

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#2 Reinige deinen energetischen Raum

Was sich wie magisches Denken anhören mag, ist tatsächlich eine kraftvolle und wichtige Übung in Absicht. Unser persönlicher energetischer Raum erstreckt sich auf etwa 1 bis 2 Meter um uns herum. Wenn Menschen (und Tiere) diesen persönlichen Raum aufgeben müssen und für längere Zeit zusammengedrängt sind, geraten wir in Stress. Wenn wir zudem stark mit anderen emotional mitschwingen, neigen wir dazu, die Energien der anderen, die sich in unserem persönlichen Raum befinden, wie ein Schwamm aufzusaugen. Am Ende des Tages müssen wir diesen Schwamm auswringen, um zu unserer eigenen Energie zurückzukehren. Nur wenn wir uns selbst wieder klar von anderen unterscheiden, können wir uns klar spüren, erkennen und wissen, wie es uns geht und was wir wirklich brauchen.

Spüre, wie dein Körper von der Erde gehalten wird, atme ein paar Mal tief durch und sage laut und bestimmt: „Alle meine Energie kehrt jetzt zu mir zurück. Alle fremden Energien verlassen jetzt mein System.“ Diese Übung kann unseren energetischen Raum kraftvoll reinigen.

#3 Beobachte dein Energieniveau

Genauso wie du den Benzinstand im Auto oder den Akku deines Handys im Blick hast, kannst du dreimal täglich dein Energielevel beobachten, und zwar von -10 (völlig leer, alle Reserven aufgebraucht) über 0 (neutral) bis +10 (ganz voll). Wenn du wenig Energie hast, frage dich, was du tun könntest, um deine Batterie wieder aufzuladen, z. B. dich ausruhen, schlafen, essen, Sport treiben oder dir einfach erlauben, Mensch zu sein und so zu sein, wie du gerade bist, und alle Erwartungen, die du an dich selbst stellst, oder Forderungen von anderen, für den Moment loszulassen. Mit der Zeit wirst du weniger häufig mit leerem, sondern mit vollem Akku unterwegs sein und dich besser in der Lage fühlen, dein Energieniveau selbst zu regulieren.

#4 Beobachte, wohin dein Ärger geht, wenn jemand deine Grenzen überschreitet

Oft wissen wir nicht einmal, wo unsere Grenzen liegen, bis sie von anderen überschritten werden oder wir sie selbst überschreiten, indem wir zu viel geben oder wahllos die Forderungen anderer erfüllen, um zu gefallen. Irritation und Ärger machen uns darauf aufmerksam, dass eine kritische Grenze überschritten wurde! Wenn wir Angst haben oder uns für unsere gesunde Wut schämen, übertönen wir seinen lebenserhaltenden Warn- und Weckruf und erleiden einen „Blutverlust“.

Wenn du deine Lebensenergie vor „Vampiren“ schützen willst, dann beginne, deine Wut im Körper zu spüren und sie zu fragen, was sie dir sagen will, und nimm dir ihre Botschaft zu Herzen. Vielleicht kommt dir ja eine Erkenntnis, was jetzt das weiseste wäre, das du in dieser Situation tun kannst, um für dich zu sorgen. Erinnere dich daran, dass du nur dich und nicht den anderen ändern kannst.

#5 Sprich liebevoll mit deinem ängstlichen Anteil

Es ist nicht deine Schuld, dass du automatisch Ja anstatt Nein sagst oder deinem Geben keine Grenzen setzen kannst. Diese Mechanismen haben sich in Momenten in deiner Kindheit oder Jugend entwickelt, wo sie dich beschützt haben und du keine andere Wahl hattest, als genau das zu tun, um geliebt zu werden oder Bestrafung abzuwenden.

Sobald dir klarer wird, bei wem du Lebensenergie verlierst und sie nicht hütest, erkennst du den Anteil in dir klarer, der sich für andere aufopfern will oder immer lieb, nett und unterwürfig sein will. Wende dich ihm – so als ob es eine Person wäre – offen zu und frage ihn, vor was er Angst hat, was Schlimmes mit dir passieren würde, wenn er seinen Job nicht mehr machen könnte und dich Grenzen setzen ließe?

Wahrscheinlich wird er dir seine Ängste verraten: davor, von anderen als egoistisch oder gar beziehungsunfähig gesehen zu werden, davor, auf ewig ganz allein zu sein, davor, von anderen beschimpft oder gar bestraft zu werden. Begegne all den Ängsten dieses Anteils mit großem Mitgefühl. Du wirst dich leichter und freier fühlen, wenn du seine Geschichte und seine harte Arbeit anerkennst.

Erforsche mehr mit diesen Fragen:

  • Welche meiner Beziehungen zehren an meiner Energie?
  • Welche meiner Beziehungen geben mir Energie?
  • Welche Gewohnheiten oder Aktivitäten rauben mir Energie? Welche stärken sie?
  • Wem gebe ich zu viel, weil ich befürchte, von dieser Person weniger geliebt oder geschätzt zu werden oder gar bestraft und ausgegrenzt?
  • Wie würde ich mich anders verhalten, wenn ich meine kostbare Lebensenergie achten würde und keine Angst mehr davon hätte, wie andere das fänden?

Bist du bereit, von anderen nicht mehr als lieb, nett und aufopferungsvoll gesehen zu werden, sondern als reifer und verantwortungsvoller Hüter deiner Lebensenergie wahrgenommen zu werden?

Wenn wir uns entschließen, tiefer in unser Sein einzutauchen und jenseits des Rauschens der vertrauten ängstlichen Stimmen zu lauschen, dann entdecken wir eine weise Stimme, die uns selbstverständlich wünscht, dass es uns gutgeht und die die Heiligkeit unseres menschlichen Lebens achtet. Unser mitfühlendes und weises Selbst möchte, dass wir die endliche Lebenskraft, die uns gegeben wurde, ehren, anstatt sie wahllos zu verschwenden. Es möchte, dass wir achtsame Hüter unserer kostbaren und einzigartigen Lebensenergie sind.

Brauchst du professionelle Anleitung bei dieser inneren Arbeit?

Die findest du in meinen Audio-Kursen Lieben ohne Dich zu verlieren oder Kraftvolles Selbstmitgefühl oder im Basis-Kurs Mindful Self-Compassion (MSC)
oder im Aufbaukurs Kraftvolles Selbstmitgefühl oder in Internal Family Systems (IFS)-Einzelsitzungen mit mir.

Dr. Christine Brähler

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Lieben ohne Dich zu verlieren

Der 21-teilige Audiokurs um übermäßiges Kümmern und Aufopferung in kraftvolle Liebe zu verwandeln

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Christine Braehler

Dr. Christine Brähler ist Psychologische Psychotherapeutin, Selbstmitgefühlsexpertin, Dozentin und Autorin.